Am 14. Oktober 2025 unternahmen die Klassen 9R und 10R gemeinsam mit Frau Janning und Herrn Weber eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Die Fahrt begann am Hauptbahnhof und nach einer etwa zweistündigen Busfahrt erreichten wir unser Ziel. Die Reise war angenehm und wir verbrachten die Zeit damit, uns auszutauschen, zu lachen und die vorbeiziehende Landschaft zu genießen, die besonders im Herbst mit ihren bunten Blättern sehr schön war.
In Flossenbürg angekommen, wurden wir von einem sehr freundlichen und kompetenten Führer empfangen, der uns durch die Gedenkstätte leitete. Während der 3-stündigen Führung besichtigten wir verschiedene Bereiche, darunter auch eine kleine Kirche, die für Andachten genutzt wird, und einen parkähnlichen Friedhof für die vielen Opfer des Lagerterrors, der sich als ruhiger und nachdenklicher Rückzugsort eignete.
Beso
nders beeindruckend und zugleich erschreckend war der Duschraum, in dem die Gefangenen unter menschenunwürdigen Bedingungen die brutale „Duschprozedur“ über sich ergehen lassen mussten. Die kahlen Wände und die engen Gänge machten uns deutlich, wie hart und grausam das Leben der Inhaftierten gewesen sein musste. Auch die Überreste der Baracken und die Ausstellung mit alten Fotos, Briefen, gestreifter Häftlingskleidung und persönlichen Gegenständen der Lagerinsassen ließen uns tief nachdenken.
Flossenbürg war eines der Konzentrationslager, das während der Zeit des Nationalsozialismus errichtet wurde. Tausende Häftlinge, darunter politische Gefangene, Juden, Sinti und Roma, Bibelforscher, sogenannte Asoziale und Homosexuelle litten hier unter sehr harten Arbeitsbedingungen, Unterernährung und Gewalt. Die Besichtigung der Gedenkstätte führte uns die Grausamkeit und das Ausmaß des Leids, dem hier die Inhaftierten täglich ausgesetzt waren, vor Augen.
Heute führt durch das ehemalige Konzentrationslager eine öffentliche Straße und bis fast in die Gedenkstätte hinein leben wieder Menschen. In Flossenbürg ist heute alles friedlich und ruhig, doch die Geschichte des Ortes bleibt spürbar. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich dieser Ort verändert hat – von einem Ort des Leids hin zu einem Ort des Erinnerns und Lernens. Am Ende der Führung besuchten wir den Granitsteinbruch, in dem früher unter schwersten Bedingungen Steine gebrochen und bearbeitet wurden. Die Steine benötigte man für Bauprojekte der Nationalsozialisten wie zum Beispiel für das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.
Gegen 14:00 Uhr traten wir die Rückfahrt an. Auch diese verlief angenehm und wir nutzten die Zeit, um die Eindrücke, die wir während des Gedenkstättenbesuchs gewonnen hatten, zu verarbeiten. Die Exkursion nach Flossenbürg hat uns die Bedeutung von Gedenken und Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus aufgezeigt und uns wachgerüttelt, wie wichtig es ist, aus der Geschichte zu lernen.
Maya Schäfer, 9R





